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| >>08.09.2010 20:52:59 :3364. Tag seit Projektbeginn :: 58843km seit 23.7.2002 |
| Dienstag, 31. Dezember 2002 |
| Happy New Year & update |
| This is just the German version, the English one will come soon. Happy New Year. C'est Allmand, je sais. Je vais essayer ecrire aussi en francais - plus tard (avec beaucoup de faux, bièn sure). Bonne Année Es Alemán, no me digas? Voy a intentar a escribir en espanol también - un poco más tarde. Feliz Ano Nuevo ---------------------------------------------------- Jetzt sitz’ ich hier - bin fast schon etabliert und schreib’ überhaupt nicht mehr frei nach Marius Müller Westerhagen Der Rückblick Mensch, da geht das Jahr zur Neige. 1 ½ sind schon vergangen seit dem Aufbruch mit dem Rad vom Münsteraner Rathaus. Wie habe ich euch zunächst bombardiert mit Dutzenden von newslettern und über tausend Fotos aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Spanien, Gibraltar, Portugal, England, den Atlantiküberfahrten, den zig Kleinstaaten in der Karibik, dann wieder Europa: Österreich, Tschechien, Ungarn, Serbien, Bulgarien, Griechenland und der Türkei. Und dann? Seit über drei Monaten habe ich überhaupt keinen newsletter mehr verschickt, keine neuen Fotos eingestellt und das, nachdem Cem Yagin von www.e-babil.com sich so viel Mühe mit dem relaunch unserer Seite www.culture-tour.com gemacht hatte. Auch liegen in meinem email Postfach noch einige Dutzend unbeantwortete Nachrichten von mehreren von euch. Asche über mein Haupt! Hier jetzt der Versuch eines schnellen updates: - Oft ist es einfach der pure Zufall der Geschicke, Reise- und Lebensbahnen lenkt. Eigentlich sollte Istanbul nur eine kurze Zwischenstation auf dem weiteren Weg Richtung Osten sein. Eigentlich wollte ich jetzt bereits in Ostasien sein und mich dort nach einem Job umschauen. Stattdessen habe ich hier jedoch zufällig einen Job gefunden. Hier, dass heißt in der einzigen Stadt der Welt die sich gleichzeitig auf zwei Kontinenten befindet und welche auch die größten Europas ist: ISTANBUL. Der Job Angestellt als Deutschlehrer, arbeite ich nun an einer Privatschule im Herzen Istanbuls. Die Schule hat einen sehr renommierten Namen und ist zum Glück auch finanziell sehr gut ausgestattet, so dass es sich über die Ausstattung der Schule und die monatliche Aufpolsterung meines Gehaltskontos einfach nicht so recht beklagen lässt. Hier gibt es weder Kopierkontingente noch Lehrmaterialmangel, aus der Kantine und der Teestube wird man kostenlos verpflegt und das Kollegium ist überaus nett, hilfsbereit und auch in der Freizeit unternimmt man mit einigen viel. Natürlich gibt es auch Schattenseiten, die meist etwas mit realitätsfremden Bürokratismus, Überreglementierung, Bevormundung, Inkompetenz und Disziplinmangel zu tun haben - aber ich will euch nicht damit langweilen. Allerdings sind sie auch der Hauptgrund, dass ich in der letzten Zeit nicht mehr dazu gekommen bin die Internetseite und euch auf dem neusten Stand zu halten. Am späten Nachmittag endlich zu Hause, fehlte meist die Kraft und am Wochenende dann die Lust sich an die aufgeschobenen Dinge zu setzen. Tja, da bin ich wieder dem erlegen, was sicher auch viele von euch mehr oder fest im Griff hat: der ALLTAG. Die Wohnung Nach den Unterkünften der letzten 1 ½ Jahre im Zelt, im Freien, in Jugendherbergen, auf Campingplätzen und schwankenden Segelbooten, bei Verwandten, Freunden, Bekannten oder Unbekannten, seit drei Monaten wieder eine eigene Wohnung: besser gesagt eine WG zusammen mit zwei deutschen Kolleginnen, die ebenfalls in diesem Schuljahr an der gleichen Schule begonnen haben. Nette Mitbewohner, eine frisch renovierte Altbauwohnung mit Stuckdecke, Marmorküche, Balkonen, Gästezimmer – und die Badewanne natürlich nicht zu vergessen. Das Heim liegt in einem ruhigen Teil von Cihangir. Alles was man braucht gibt es gleich um die Ecke. Nach Taksim, wo jede Nacht der Bär rockt, sind es nur wenige Minuten zu Fuß und bis zur Schule lediglich sieben Minuten mit dem Taxi. Was will man mehr! Gäste werden von allen Mitbewohnern immer gern willkommen geheißen ;) Die Leute Manchmal trifft man hier einige, die in einem nur den Ausländer sehen, bei dem man etwas mehr auf den Preis aufschlagen kann, aber im Allgemeinen sind die Türken sicher eines der nettesten und gastfreundlichsten Völker der Erde. Die Menschen hier sind so bunt und verschieden wie die Stadt selber: Das Straßenbild ist genauso geprägt von geschminkten Frauen im Minirock wie von gänzlich in schwarz verhüllten, vom Lastenträger aus Ostanatolien in seinem braunen Anzug wie dem Geschäftsmann im Nobelanzug. Auch schwirren hier natürlich eine Menge Ausländer rum, von denen wir einige interessante kennen gelernt haben. Zum Beispiel David: geboren in Indien, aufgewachsen in Afrika und den USA, angestellt bei Ericsson in Schweden und nach seinen einjährigen Aufenthalt in Chile von den Wasa-Erfindern in die Türkei geschickt worden. Vor zwei Monaten musste er leider weiterziehen und hat sich mittlerweile bereits aus Stockholm, Sagrep und Kapstadt gemeldet. Seine neue Arbeitsstelle ist Tokyo. Der Knabe ist erst 26 und spricht bereits ein Dutzend Sprachen fließend! Die Stadt Obwohl in Istanbul über 15 Millionen Menschen wohnen und vieles hier recht chaotisch und geschäftig verläuft, geht in der Stadt auch vieles sehr gemächlich zu. Der Bosporus, der an dieser Stelle nicht nur Europa von Asien, sondern auch einen Teil der Stadt von dem anderen trennt, schafft etwas Raum und Luft. Durch ihn fahren täglich unzählige Transportschiffe und Tanker aller Größen mitten durch die Stadt. Der asiatische Teil gilt als das Wohn- und der europäische Teil als das Arbeitszimmer der Stadt. Zwei große Hängebrücken und Dutzende von Fähren halten sie zusammen. Die Anzahl der Sehenswürdigkeiten scheint unerschöpflich: römische byzantinische Bauwerke, osmanische Paläste und Moscheen, neben Wolkenkratzern, Luxushotels und den größten und nobelsten Einkaufszentren. Hier scheint es alles zu geben - auch wenn man manchmal ein wenig suchen muss. Auf jeden Fall ist Istanbul eine Reise wert, v.a. wenn man auch die Touristenpfade der Stadt verlässt. Das Neue Jahr – Türkei, Deutschland und Ihr? Jetzt fängt bald das neue Jahr an: 2003. Wir werden es mitten auf dem Bosporus feiern. Man nehme einen Haufen deutscher Expatriates, einige Einheimische, Musik, ausreichend Grillgut und Alkoholika, packe alles auf ein gechartertes Boot und schippere es solange zwischen zwei Kontinenten hin und her, bis das nächste Jahr anbricht. Ich hoffe auch auf einige gute Fotos für euch. Es warten sowieso noch Hunderte von Fotos darauf ins Netz gestellt zu werden. Spätestens wird dies Anfang Februar geschehen, dann haben wir nämlich für zwei Wochen Urlaub. Übrigens auch ein idealer Zeitpunkt für Interessierte von euch zu Besuch zu kommen. Ein Skiurlaub und ein kleiner Trip über`s Land stehen dann auf dem Programm. Aber vielleicht klappt es auch vorher, vielleicht bei dem kurzen Deutschlandaufenthalt, den ich in Kürze aus beruflichen Gründen antreten werde. Der Schüleraustausch zwischen deutscher und türkischer Schule An alle meine Lehrerkollegen, -kolleginnen, Lehrerkinder und sonstigen mit dem deutschen Schulwesen verbundene. Wir suchen für unsere Schule noch Austauschschulen in Deutschland. Über unsere Schule habe ich oben bereits ein wenig geschrieben. Zielgruppe sind die 5/6. – 8/9. Klassen. Der Austausch kann in beide Richtungen gehen. Es werde aber auch Schüler gesucht, die nur Istanbul besuchen und hier in Gastfamilien wohnen und am interessanten Rahmenprogramm teilnehmen möchten. Es herrscht eine längere Tradition mit einer Schule aus Kiel und die teilnehmenden deutschen Schüler sind immer sehr begeistert, aber die Anfrage von unseren Schülern und deren Eltern ist so groß, dass wir jetzt auch weitere Schulen suchen. Also wer von euch kann einmal beim Direktor anfragen? Wäre natürlich klasse wer ihr auch mitfahren könntet, so könnte man sich bei der Gelegenheit auch sehen ;). Interessenten bitte melden, genaueres dann. Bin deshalb demnächst auch für genauere Gespräche in Deutschland. Alles Gute Jetzt aber alles Gute für das Neue Jahr. Eine guten Rutsch, einen frohen Verlauf und bleibt weiterhin dabei! Schreibt mal wieder. Ich würde mich sehr freuen wieder etwas von euch zu hören und vielleicht auch einige von euch in Kürze hier in Istanbul, in Deutschland oder sonst wo zu sehen. Mutlu Yillar!!! Thomas |