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| >>08.09.2010 20:33:36 :3364. Tag seit Projektbeginn :: 58843km seit 23.7.2002 |
| Wieder in Deutschland und Aufbruch |
| Am 06.06.2002 kam ich nach knapp einem Jahr wieder in D-Land an. Ich genoss es wieder hier zu sein: die viele Angenehmlichkeiten und Selbstverständlichkeiten auf die man unterwegs verzichten musste und neu zu schätzen gelernt hatte, die Zeit mit Verwandten und Freunden, die Ruhe vorm Reisen. Ich bekam Lust hier zubleiben und etwas aufzubauen: viele Ideen, einige Möglichkeiten und mannigfaltige Hilfeangebote in Form von Gästezimmern und Badewannen für die Übergangszeit – vielen Dank. Andererseits wollte ich das Projektziel erreichen: “ohne Geld“ hat es zwar weitestgehend geklappt, aber aus dem “um die Welt“ war “nur“ die große Atlantikrunde geworden. Außerdem fühlte ich, dass der Reisedrang noch nicht ausgereizt war und ich fürchtete mir später vorzuwerfen diese einmalige Gelegenheit, nämlich von beruflichen, materiellen und organisatorischen Fesseln momentan befreit zu sein, nicht voll genutzt zu haben. Aufbruch, Abbruch oder Umbruch? Was tun? Lange schwankte die Entscheidung zwischen 40 : 60 und 60 : 40. Dann war jedoch plötzlich klar – weiter. Kein Abbruch, keine Flucht. Ich wertete die bisherige Reise aus, überlegte was gut gelaufen war und was geändert werden muß. Und dies ist aus den Überlegungen geworden: Land versus Meer Reisen auf kleinen Schiffen von Insel zu Insel ist für meine Art zu reisen zeitlich und organisatorisch sehr aufwendig und z.T. schwierig. Man ist sehr abhängig von den Schiffen und kommt mit den Ländern und Leuten nicht so sehr in Berührung. Daher geht es jetzt erst einmal Richtung Osten, den riesigen asiatischen Kontinent vor einem. Mit großen Transportschiffen über die grossen Wassermassen des Pazifiks und Atlantiks. Geplanter und zielstrebiger versus nur treiben lassen Das etwas willkürliche treiben lassen ohne zu wissen welches das nächste Land sein wird, hat mich zweimal wieder nach D-Land verschlagen. Jetzt soll die Strecke zielstrebiger angegangen werden. Die ersten Länder und ein grober Zeitrahmen stehen fest, erste Informationen zu den Ländern sind eingeholt und erste Kontakte geknüpft worden und Anlaufadressen somit vorhanden. Weitere ergeben sich hoffentlich unterwegs. In der Vergangenheit war es manchmal schade Tipps und Adressen von euch bekommen zu haben, während ich jedoch gar nicht mehr in dem Land war. Zweisam versus Einsam Statt alleine loszufahren habe ich im Internet und Foren nach ReiseparterInnen gesucht, bzw. habe mir Durchreiseländer ausgesucht die für ihre Gastfreundschaftlichkeit und Kontaktfreudigkeit bekannt sind, bzw. werde Stätten ansteuern wo man Mitreisende/Mitradler für weitere Etappen treffen kann. Einsamkeitsrumgememme von anoymen Campingplätzen, touristisch verdorbenen Inseln oder langweiligen Booten gehören hoffentlich nun der Vergangenheit an. Aktuelle Berichte versus Time lag Nach Umstellung der Internetseite www.culture-tour.com auf Datenbankbasis –Cem sein Dank – kann ich Berichte und Bilder demnächst direkt einstellen. Sie erscheinen so ohne Zeitverzögerung und ihr wißt genau wo ich gerade bin. Tipps und Kontaktadressen können mich daher diesmal auch rechtzeitig erreichen. Daraus folgende Begegnungen versprechen wiederum die Berichte und Fotos spannender zu machen. Außerdem sind die Seiten funktioneller und ästhetischer geworden. Wenn Sie euch gefallen, überlegt doch einmal ernsthaft für euren nächsten Webauftrag oder Ethno-Marketing Strategie bei www.e-babil.com ein Angebot einzuholen. Wenn die E-babiler sehen, dass sich ihre Unterstützung für das Projekt auch so verdient macht, bleiben sie uns auch weiterhin als Unterstützer erhalten und wir können die Seiten weiter für euch verbessern. Der Routenplaner Und was heißt dies nun konkret? Zunächst einmal einen hohen organisatorischen Aufwand in kurzer Zeit! Denn der nächste Winter naht und dann muß ich bereits in wärmeren Gefilden sein. Und da ich ja wieder in Europa bin, heißt es die erste Strecke mit dem Rad zurück zu legen, Und das kam bei der bisherigen Planung heraus... Heute geht es los: Eine gemütliche Radtour zu lieben Freunden nach Dortmund. Am nächsten Tag Etappensteigerung zu ebenso lieben Freunden nach Langenfeld. Dann der Hopser nach Köln und am nächsten Tag einige Besorgungen und Planungstreffen mit zukünftigen Mitradlern. Am Freitag geht es dann den Rhein runter Richtung Süden. Stefan und Monika aus Köln fahren das Wochenende mit. In Kaiserslauten treffe ich Gregor, den ich über ein biker Forum kennengelernt habe, dort dann auch Zelttausch mit einem anderen Internetkontakt: Zweimannzelt gegen Einmannzelt. Mit Gregor fahre ich dann über Heidelberg und den Neckar rauf bis Stuttgart und dort entlang der Fils über die Schwäbische Alb nach Ulm wo mein Bruder und meine Schwägerin wohnen. Hier stößt dann Tom hinzu. Auch ihn habe ich über das Internet kennengelernt und bereits getroffen. Wir folgen der Donau stromabwärts. Auf dem Weg liegen: Donauwörth, Ingolstadt, Regensburg, Passau, Linz, Wien. In Wien haben wir das Glück, dass uns ein Arbeitskollege von Tom die Stadt zeigt. Dort treffe ich vielleicht auch einen anderen Tom aus Graz mit dem ich eventuell später fahren werde. Von Wien aus geht es über Bratislava nach Ungarn. Budapest ist natürlich eine Tagespause wert. Gyula mein ungarischer Mitsegler über den Atlantik, hat mir die Adresse eines dort wohnenden Freundes gegeben. Vielleicht treffen wir dort auch zwei andere Radler die aus Berlin kommen. Weiter ist geplant entweder der Donau weiter zu folgen durch Jugoslawien über Novi Sad und Beograd bis zum Eisernen Tor an der rumänischen Grenze mit einem Abstecher in die Karpaten. Oder aber von Budapest bereits vorher durch Rumänien und durch die Karpaten wieder auf die Donau stossen. In Südrumänien trennen sich dann wahrscheinlich die Wege von Tom und mir. Aber eventuell ist Gregor noch dabei oder man trifft einige der Anderen mit denen ich in Kontakt stehen und die zur gleichen Zeit als selbe Ziel anvisieren: Istanbul. Tom aus Graz will ab dem 9.9. in Sofia losfahren. Gegen mitte September müßte das Etappenziel erreicht sein: Istanbul, die einzige Stadt die sich auf zwei Kontinenten befindet. Dort würde ich gern etwa eine Woche bleiben, eventuell auch einige Brocken Türkisch für die weitere Fahrt lernen, und die Stadt erkunden. Glücklicherweise habe ich einige Adressen bekommen von Leuten die in der Stadt wohnen und dies gut kennen. Hier werde ich dann auch mein Sitzfleisch befragen ob ich weiter mit dem Rad fahren will oder es nach Hause schicken und auf öffentliche Verkehrsmittel umsteige. Dies wird dann vor Ort entschieden und ist auch abhängig von den sich bis dahin ergebenen Perspektiven und potentiellen Mitreisenden. Weiter geht es dann Richtung Osten. Vielleicht lassen sich einige Adressen die ich bekommen habe auf dem Weg anfahren. Bevor in Ostanatolien der erste Schnee fällt will ich den IRAN erreicht haben. Bisher habe ich über dieses Land nur Gutes gehört und erste Informationsanfragen über das Internet haben bereits spontan zu zwei Einladungen in Teheran und Shiraz geführt. Die Iraner, bzw. Perser sind ebenso wie die Türken für ihre ehrliche Gastfreundschaft berühmt. Und hier endet auch erst einmal die Planung, denn auf dem weiteren Weg Richtung Osten liegen Pakistan, Afghanistan und die zentralasiatischen GUS-Staaten. Welche Strecke man nimmt, wird auch von dem dann herrschenden politischen Klima abhängen. So kommt man hoffentlich in Indien oder China raus um dann in Südostasien im Frühjahr nächsten Jahres eine Freundin treffen zu können mit der ich durch die Region fahren möchte. Ein Trip mit einer anderen Reisepartnerin weiter im Norden wäre eine spätere Möglichkeit. Und dann möchte/muss ich natürlich zwischendurch Geld verdienen. Ein Angebot auf Hawaii und einige Möglichkeiten in den USA liegen bereits vor, aber vorher muss ich natürlich noch etwas in Asien finden. Daran arbeite ich noch (und hoffe auch auf Tipps und Kontaktadressen von Ansprechpartner von euch), ansonsten muß es sich halt unterwegs ergeben. Von Ostasien dann mit einem Transportschiff in hoffentlich einer Woche über den Pazifik bzw. Zwischenstopp bei Detlev auf Hawaii, dann über Nordamerika an die Atlantikküste und mit einem weiteren Schiff zurück nach Europa. Ja da wären wir dann ja auch schon wieder zuhause. |