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| >>10.09.2010 11:36:14 :3366. Tag seit Projektbeginn :: 58843km seit 23.7.2002 |
| culture tour :: Seid ihr bereit? |
| Ok. culture-touristen, seid ihr bereit fuer den ultimativen Informationsoverkill? Ich weiss, die Kommunikation hat in den vorangegangen Monaten leider nicht so gut geklappt. Cem und seine Erfolgsfirma e-babil.com war in letzter Zeit sehr beschaeftigt. Trotzdem hat er es geschafft auf der Hintergrundseite von www.culture-tour.com weiterzuarbeiten, jedoch nicht mehr die Zeit gefunden die letzten Berichte und Bilder auf den Internetseiten einzustellen. Daher bekommt ihr jetzt den ultimativen update via email in kurzer Abfolge. Ich hoffe eure emailbox ist leer und fangt die naechste Zeit kein neues Buch mehr an. Die dazugehoerigen Bilder folgen dann hoffentlich bald. Ich kann allerdings nicht versprechen wann. Hier jetzt der naechste Bericht... Inselkoller – gescheiterte Inselflucht in Richtung Westen auf Luxusjacht – Strategieaenderung – Richtungsaenderung – Namensanederung und viel Wasser unter Kiel fuer die naechsten Wochen. Das sind die Schlagworte des neuen Newsletters und des untenstehenden Berichtes Inselkoller – gescheiterte Inselflucht in Richtung Westen auf Luxusjacht – Strategieaenderung – Richtungsaenderung – Namensanederung und viel Wasser unter Kiel fuer die naechsten Wochen. Das sind die Schlagworte des neuen Newsletters Zur Vermeidung des Inselkollers war wieder Aktivitaet angesagt. Erstaunlich wie schnell man sich einrichten - und dabei einschlafen kann - solange es halt einigermassen laeuft, man ein Dach ueber dem Kopf hat und genug Geld reinkommt um Essen zu koennen und gelegentlich ein wenig auszugehen. Mit dem Ende der Arbeit im Hotel kam auch das Ende in der netten hoteleigenen Wohnung. Es stand mir noch Gehalt fuer die ersten Tage dieses Monat zu, aber artistische Rechenkuenste bei der Abrechnung sorgten dann dafuer, dass das ausgezahlte Geld weniger war als erwartet. Somit wurde der St. Martin Aufenthalt letztendlich mehr zu einer Null-Null Angelegenheit. Zur Zeit bin ich lediglich etwa 100 EURO reicher als bei der Ankunft. Ich werde mich also auch schnell von meinem gefraessigen Grisu verabschieden muessen. Zwischenzeitlich sah es so aus als haette ich die ideale Inselfluchtvariante gefunden. Juan Antonio, Skipper auf der Palemo hatte mir angeboten fuer ca. zwei Monate auf der 27 Meter langen, 70 Tonnen schweren und mit 2000 PS ausgestatteten Luxusyacht zu arbeiten. Reiserichtung Panamakanal und kleinere Exkursionen im Pazifik – ideal! Monatliche Gehalt mind. 1500 US-$ bei freier Kost und Logie und Kleidung, somit fast alles sparbar – ideal. Aber dann zerplazte die Seifenblase als der Besitzer anrief und sagte, dass das Boot verkauft sei. C’est la vie. Aber was nun. Zum Glueck lud mich Juan Antonio und der neue Kapitaen Rolf ein fuer einige Zeit auf der Yacht zu wohnen. Aber da noch nicht klar ist was die Plaene des neuen Besitzers sind, kann es auch sein, dass die Yacht von heute auf morgen auslaeuft. Ich mache mich also wieder auf die Socken und klappere Boote ab, spreche mit Leuten, verteile Visitenkarten. Die Hochsaison hier geht zu Ende und Boote verlassen die Karibik um aus der Hurricane Gefahrenzone zu kommen. Soweit ich weiss gibt es keine Versicherung die Boote in dieser Region waehrend der Hurricane Periode versichert. Die Moeglichkeiten ein Boot zu finden werden also mit der Zeit geringer und ich will ja auch moeglichst schnell von der Insel, v.a. da ich jetzt keine Einnahmen haben. Zum Glueck bietet mir der neue Kapitaen an fuer zwei Tage auf seinem Schiff zu arbeiten, so dass wieder ein wenig Geld in die Reisekasse kommt, aber sehr weit werde ich auch damit nicht kommen. Die konstante Geldknappheit macht zwar erfinderisch, ! geht mir aber doch langsam auf den Senkel. Es waere nicht schlecht in naechster Zeit wirklich etwas Geld anzusparen um dann eine Weile ungehindert zu reisen und auch voranzukommen. Aber wo? Auf jeden Fall moechte ich erst einmal wieder aufs Festland wo Reisen nicht mehr davon abhaengt ein Boot zu finden, dass dann auch noch in die richtige Richtung faehrt. Ich finde ein Boot welches in die USA faehrt, aber ich habe kein Visum fuer die Staaten und es ist auch keins unterwegs zu bekommen. Vor allem nach dem 09.11. 2001 sind die Einreiseformalitaeten schwieriger geworden. Von Deutschland ein Visum zu beantragen waere nicht das Problem, aber da ich nicht wusste ob oder wenn wann ich in die USA kommen wuerde hatte ich dies vor meiner Abreise nicht beantragt. Und andere Laender ? Komme ich nicht in die USA, wird es auch schwierig ohne Flugzeug nach Kanada zu gelangen. In Venezuela hat gerade das Militaer die Macht uebernommen und im Allgemeinen ist es natuerlich in den Laendern Z! entral- und Suedamerikas schwierig einen gutbezahlten Job zu finden. D ie meisten Boote die sich jetzt auf den Weg machen fahren nicht in Richtung Westen oder Sueden sondern nach Norden: in die Staaten oder setzen zum Sprung ueber den Atlantik an. Waehrend ich ein schwarzen Brett in einem Internetzenter auf Angebote checke spricht mich Per-Olof an ob ich gerade seine Anzeige lese: „Crew nach Europa gesucht“ - nicht wirkliche meine Richtung - aber wir kommen ins Gespraech: Sie wollen in wenigen Tagen noch ein wenig die umliegenden Inseln besegeln und dann mit einem Dutzend Booten Ende April den Atlantik ueberqueren. Erst nach Norden in Richtung Bermuda und im Bermudadreieck dann in Richtung Osten abbiegen. Nach 15 Tagen und ca. 2500 Seemeilen wollen sie die Azoren erreicht haben. Mehrere Tage sind geplant die Inseln zu erkunden und dann geht es weiter Richtung Aermelkanal, die Kueste Frankreichs, Belgiens, der Niedlerlande, Deutschland und Daenemark entlang um bis zum 22. Juni rechtzeitig zum Midsommerfest in Goeteborg, Schweden anzukommen. Hoert sich wie zwei interssante Monate an, zwar keine Bezahlung aber auch keine Unkosten. Nur das Endziel Schweden liegt nicht wirklich in Richtung untergehende Sonne. Aber nach zwei Tagen weiterer Suche und Gruebeln denke ich mir was soll’s. Man kann den Globus auch in Richtung Osten umqueren. Die zwei Monate hoeren sich spannend an, Schweden ist sicher eines der besten Laender um in kurzer Zeit moeglichst viel Geld anzusparen und danach kann es dann erst einmal ohne durch Meere im Vorwaertskommen auf Boote angewiesen zu sein eine gute Strecke ueber die eurasische Festplatte in Richtung Osten vorrankommen, durch Laender wo der gute neue Euro einen auch ein Weile am Laufen haelt. Also Richtungsaenderung: Ost statt West; Strategieaenderung: eine laengerer Arbeitsaufenthalt und dann eine laengere Reise ohne arbeiten zu muessen. Erfahrung der letzten Monate. Allerdings werde ich auch wohl etwas anderes aendern muessen: das Motto der Reise. Hier nun der nun die neue Version: „Ohne Flugzeug, ohne Geld – auf Umwegen um die Welt“ oder „im Zick-Zack um die Welt“. Ich weiss noch nicht. Also dies ist das Programm ! fuer die naechsten zwei Monate. Mittlerweile habe ich auch das Boot gesehen: eine recht neue 40 Fuss grosse Sloop, 10 Fuss kleiner als die ILONA, aber gut ausgestattet und das schwedische Paearchen ist sehr sympatisch. Fuer die Ueberquerung suchen wir noch nun noch eine vierte Person. In Schweden heisst es dann Arbeit suchen. Wenn also jemand von Euch hier einen Tipp oder eine Kontaktaddresse hat, ihr wisst ja bereits, dass ich fuer diese Hilfen immer sehr empfaenglich bin. Wenn alles gut klappt werde ich wohl dort eine Weile bleiben bis genug Geld in der Reisekasse ist. Wer also plant im Sommer in Richtung Norden zu fahren ist herzlich eingeladen mich zu besuchen. Bevor es dann danach weitergeht will ich hoffen einen Reisepartner oder Reisepartnerin gefunden zu haben. Durch das Alleinreisen bin ich zwar gezwungen gewesen mehr auf Leute zuzugehen und habe viele kennengelernt, aber mit der Zeit ist es doch sehr anstrengen. Also auch in diesem Sinne. Wer sich von Euch mit Reiseplaenen haegt oder jemanden kennt den es etwa im Herbst in die Ferne zieht, einfach mal schnell anmailen. |