>>10.09.2010 11:35:51 :3366. Tag seit Projektbeginn :: 58843 km seit 23.7.2002
445.-448. Tag | 11.09.2002-14.09.2002
Türkei :: Ankunft in Istanbul
Etappenziel Istanbul erreicht und einige nette Tage in der Millýonenstadt

Tagebuch
445-Treffen an der griechisch-tuerkischen Grenze  
446-Sonnenblumenfelder, Militaer und Vogelschwaerme  
447-Verlassen den europaeischen Kontinent  
448-Istanbul erreicht !!!  

Transport:
Fahrrad: 127km

Unterkunft:
11.09.2002 Campingplatz oder besser Wiese hinter Restaurant-Tankstelle (2 Euro / Nacht)

Galerie:
Griechischer Friedhof
Warnschild
Landschaft

445 .Tag | 11.09.2002 | Etappe: Mani -Keşan
Treffen an der griechisch-tuerkischen Grenze

Gastfreundschaft bei den Panagiotis, ueber Umwege und Abkuerzungen an Minenfeldern vorbei zum Treffpunkt.
 

Nach dem Fruehstueck und mit eingepackten Tomaten und Pfirsichen aus dem eigenen Garten im Gepaeck sieht mich um 8:40 die Strasse wieder und Didimotichon ist schnell erreicht. Von dort dann einfach die E85 bis zur Grenze. Ca 15 km nach der Stadt haelt vor mir ein LKW und hupt mir hinterher als ich vorbeifahre. <> denke ich mir, aber drehe doch um. <> fragt er mich in recht gutem Deutsch. Na zur tuerkisch-griechischen Grenze. Da sei ich hier ganz falsch. Ich wuerde in Richtung bulgarische Grenze fahren und dort ginge es dann nicht weiter. Zunaechst denke ich er wolle mich veraeppeln da ich weiterhin davon ausgehe auf der E85 zu sein, aber ein Blick auf den Kompass belehrt mich dann doch eines Besseren. Mist, 15 km zurueckfahren zu muessen ist deprimierend. Zum Glueck stehen wir gerade an einer Kreuzung und links ab kommt man auch wieder auf die Hauptstrasse mit weniger Umweg - allerdings ueber die Berge. Gute Steigungen werden mit guter Aussicht belohnt. Es wird bewaldeter. Schilder warnen vor nicht explodierten Granaten im Gelaende. Laesstige kleine Fliegen umschwirren einen sobald die Geschwindigkeit auf unter 15 km/h abfaellt. Bei Protokklision sehe ich auch wie hier der traditionelle Prozess der Sonnenblumenernte ablaeuft: Die von den Feldern gebrachten suppentellergrossen Sonnenblumenkoepfe werden ueber ein <> Geraet gefuehrt und so die Sonnenblumenkerne gegen die Wand geraspelt, spaeter zusammengeschippt und auf z.T. oeffentlichen Strassen zum Trocknen wieder ausgebreitet. Viel Arbeit fuer eine Flasche Sonnenblumenoel. Neben Sonnenblumenfelder wird hier auch viel Baumwolle angepflanzt und man sieht auch oefters Mischfelder wo Baumwolle und Kuerbisse gleichzeitig angebaut werden. In Mandra stosse ich dann wirklich auf die E85. Wie viele Fernstrassen nicht sehr attraktiv fuer Radfahrer, aber ueber den breiten Standstreifen geht es schnell voran und ich habe um 15:00 eine Verabredung an der Grenze. Die letzten Kilometer von der E85 bis zur Grenze lassen sich, laut Karte, ueber die Doerfer abkuerzen. Bei der Nachfrage im letzten Ort erklaerte man mir, dass man wieder auf die Hauptstrasse muesse (15 km), es jedoch auch einen Schotterweg direkt gebe (6 km). Da ich bereits spaet dran bın, waehle letztere Option und werde sogar mit dem Motorrad noch zwei Kilometer begleitet um mir den richtigen Weg zu zeigen. Nach einer Weile weıst ein Schild darauf hin, dass ich jetzt auf restriktives Gebiet komme und fahre spaeter sogar an Kanonenunterstaenden und markierten Minenfeldern vorbei. Jaja, die griechisch - tuerkische Freundschaft. Schliesslich erreiche ich um kurz nach drei die Grenze wo ich dann Ansgar treffe. Die Einreise in die Tuerkei ıst problemlos und zuegig. Gerade einmal 28 Stunden war ich in Griechenland. Wir fahren an diesem Tag noch die 30 km bis zu einem Campingplatz nach Keşan.