>>10.09.2010 11:45:41 :3366. Tag seit Projektbeginn :: 58843 km seit 23.7.2002
1171.-1187. Tag | 06.09.2004-22.09.2004
Uzbekistan
Entlang der Seidenstrasse ueber Bukhara, Samarkand und Taschkent ins Fargana Tal

Tagebuch
1171-Von Turkmenistan nach Uzbekistan  
1172-Bukhara 1. Tag – Die Perle Zentralasiens  
1173-Bukhara 2. Tag – Totenstadt Chor Bakr  
1174-Fahrt nach Samarkand – langes Warten am Busbahnhof  
1175-Samarkand 1. Tag – Fototour  
1176-Samarkand 2. Tag – Maerchenseminar & Nachbarschaft  
1177-Samarkand 3. Tag - Uzbekische Hochzeit  
1178-Fahrt nach Tashkent – Herzliche Aufnahme  
1179-Tashkent 1. Tag – Erfolgloser Behoerdengang  
1180-Tashkent 2. Tag – Visabeschaffung problemlos  
1181-Tashkent 3.Tag – Esperanto zum Fruehstueck  
1182-Tashkent 4.– 8. Tag  
1186-Fahrt nach Kokant  
1187-Von Uzbekistan nach Kirgisistan  

Transport:
Bus: 375km
Taxi: 50km

1171 .Tag | 06.09.2004 | Etappe: Mary Grass-Bukhara
Von Turkmenistan nach Uzbekistan

Der Grenzgang ist weniger problematisch und kostenintensiv als der letzte
 
Um 8:00 breche ich mit Marc auf nach Mary wo er sicherstellt, dass ich auch im richtigen Dolmus sitze. 30.000 Manat (ca. 1 Euro) kosten die 280 km bis Turkmenabat. Zum Glueck gibt es nicht so viele Polizeistopps wie von Ashgabat nach Mary, aber dennoch muss ich mich zweimal registrieren lassen. Ich hatte Bedenken wegen des Visadatums welches lautet BIS 06.09.2004 und somit nicht sicher ob es den 06.09. noch einschloss oder ob das Transitvisum abgelaufen ist und somit eine Einladung fuer die Polizei bestand ihr Gehalt aufzubessern. Jedoch laeuft alles problemlos. Der Fahrer zahlt laesst an jeder Kontrolle 2000 Manat in die Hand der Polizisten fallen. So erreichen wir um 12:00 Turkmenabat.

Marc hatte seinen Freund Jan angerufen um mich dort in Empfang zu nehmen. „Du wirst ihn leicht erkennen. Er sieht aus wie Putkin“ und so erkenne ich auch gleich den Backenbarttraeger und nach einem kurzen drink bei dem er mir auch mehr von seiner Arbeit hier als Englischtrainer erzaehlt, wechseln wir Geld und organisieren ein Taxi zur Grenze. Schliesslich machen wir mit einem Toyotafahrer einen Preis von 150.000 Manat (ca. 5 Euro) aus fuer die ½ std. Fahrt bis zur Grenze. Als wir jedoch unterwegs sind, werde ich jedoch nach einigen Kilometer umgeladen. Der Toyotafahrer kassiert seine Provision und es geht – downgraded – mit einem Lada weiter. So kommen ich schliesslich zur Grenze in der Mitte der Wueste.

Die Grenzkontrolle und der Uebergang selbst sind problemlos. Viel Transitverkehr gibt es hier nicht, aber einen Haufen Taxis warten an der Grenze. Wenig Klienten bei vielen Fahrzeugen bedeutet, dass jedem Fahrgast moeglichst viel abverlangt werden muss. Die Angebote schwanken willkuehrlich zwischen 10 und 20$ fuer die Fahrt. Ich warte und harre aus und als zwei Einheimische Frauen ein Taxi nehmen, steige ich unter Geschrei der Abzocker dort mit ein und komme so fuer 4 $ nach Karakul. Von dort warten wir bis der Bus nach Taschkent sich fuellt und endlich - eine Stunde spaeter - aufbricht. Nach 95 km erreichen wir Bukhara.

Ich werde an der Umgehungsstrasse rausgelassen. Dort setze ich mich zunaest vor den einzigen Laden der Gegend und versuche mich mit der Karte zu orientieren. Jemand kommt auf mich zu und bietet mir an mich in die Stadt zu fahren – ein hohes Tier der Polizei wie sich spaeter herausstellt. Sasha & Lenas Bed and Breakfast wird die Schlafstaette fuer die Nacht. 20$ ist eigentlich zu viel fuer mein begrenztes Reisebuget, aber die Fahrt war heute lang genug und ich mag nicht lange suchen.