Stationen auf den 550 km durch den Irak Pünktlich ist Ahmed früh morgens am Hotel. Wir fahren durch die aufwachende Stadt, vorbei an der jordanischen Botschaft die vor kurzem bei einem Terroranschlag zerstört und aufgegeben wurde. Ahmed entscheidet sich für die Strecke durch die Städte Al Fallujah und Ar Ramadi und meidet die Autobahn. In beiden Städten halten wir kurz um einige Aufnahmen von zwei Moscheen zu machen. Wir erfahren später, dass in der Umgebung an diesem Morgen drei verschiedene US-amerikanische Patrouillen angegriffen wurden, was einen Toten und elf Verletzte zur Folge hatte. Auf dem Weg begegnen wir mehreren Patrouillen und Hubschraubern, in der Wüste einem kilometerlangen Konvois. An einer Raststätte müssen wir in der Schlange vor den Zapfsäulen warten, aber der Aufenthalt bringt uns noch einige interessante Aufnahmen ein. Ein kurzer Stopp an einer teilweise zerstörten Brücke.
Die irakisch-jordanische Grenze Schließlich erreichen wir die irakisch-jordanische Grenze. Wieder sehen wir nur drei US-amerikanische GIs an der Grenze stehen, ansonsten die gleich Nicht-Kontrolle wie bei der Einreise. An einem Gebäude findet sich noch ein unbeschädigtes Saddam Denkmal. Zwischen den beiden Ländern, im Niemandsland, fahren wir an einem Flüchtlingslager vorbei. Halten und Fotografieren ist nicht gestattet, so fahren wir sehr langsam und machen aus dem fahrenden Wagen Aufnahmen. Schließlich erreichen wir die jordanische Grenze. Mehrere Stunden müssen wir in der Hitze warten bis wir sie passieren können. Dutzende von Grenzbeamten stehen untätig herum während sich die Schlange bei den wenigen Tätigen zurück staut.
Die weitere Fahrt durch Jordanien verläuft recht unspektakulär. Interessant sind die Teile der Wüste die mit Handball- bis Medizinballgroßen Steinen übersät sind. Sie wirken wie ein überdimensionierter Kieselstrand. In Amman quartieren wir uns wieder im Farah Hotel und haben auch heute keinen Drang zu einer Stadtbesichtigung die über das nächste Restaurant hinausgeht.
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