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| >>10.09.2010 12:44:34 :3366. Tag seit Projektbeginn :: 58843 km seit 23.7.2002 |
| 788.-801. Tag | 20.08.2003-02.09.2003 |
| Syrien |
| Viele Westler denken hierbei an Terrorismus, Fundamentalismus und Gefahr. Ich habe Syrien als sehr gastreundliches, tolerantes und sicheres Reiseland erfahren. |
| Transport: |
| Bus: 250km |
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| Unterkunft: | |
| 20.08.2003 | Spring Flower Hostel / Zahert Al-Rabih (6 Euro/ Nacht) |
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| Galerie: | |||
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| 788 .Tag | 20.08.2003 | Etappe: Adana – Antakya-Aleppo |
| Über Antiochia nach Syrien |
Historisches Antiochia und Aleppo vs. Heutigem Antakya und Halep |
Nach dem Frühstück geht es mit dem Taxi zum außerhalb der Stadt liegenden Busbahnhof. Nach drei Stunden Fahrt und zurückgelegten 180 km erreichen wir um 12:00 Antakya, das historische Antiochia. Um 300 v.Chr. vom Seleukidenherrscher Seleukos gegründet, betrug ihre Einwohnerzahl 100 Jahre später bereits eine halbe Millionen und wurde nach Rom die zweitgrößte Stadt ihrer Zeit. An wichtigen Karawanenstraßen gelegen und so zu einer bedeutenden Handelsstadt geworden, spiegelte die Stadt ihren Reichtum durch eine riesige, mit hunderten von Wehrtürmen besetzten Stadtmauer, einer mehrere kilometerlangen Säulenstrassen, Strassenbeleuchtungen und prunkvollen Gebäuden, die denen Roms und Alexandrias kaum nachstanden, wider. Nach der römischen Eroberung Syriens 64 v.Chr. wurde sie Sitz eines römischen Staathalters und im späteren Verlauf ein wichtiges frühchristliches Zentrum welches wiederholt in der Bibel Erwähnung findet. Perser, Araber, Byzantiner, Seldschuken und Kreuzfahrer entrissen sich gegenseitig in den folgenden Jahrhunderten diese Stadt. Aber nicht nur die Verwüstungen dieser Kämpfe auch zahlreiche Erdbeben ließen den Reichtum und die Bedeutung dieser Stadt schwinden, wesentlich beschleunigt durch die Eroberung durch die Mamelucken und die Versandung des Hafens im 13. Jahrhundert.
das heutige Antakya. Nach der Niederlage des osmanischen Reiches im 1. Weltkrieg wurde die Antakya umgebene Provinz Hatay kurzzeitig zum französischen Mandat Syrien geschlagen, 1938 wieder an die Türkei abgetreten. Auf syrischen Karten wird die Provinz jedoch noch immer als syrisches Territorium dargestellt. Heute an keine Bahnlinie angeschlossen und ca. 30 km vom Meer entfernt, beträgt die Einwohnerzahl um die 125.000 Einwohner und nimmt nur noch einen Bruchteil des früheren Stadtgebietes ein. Auch die Überreste der historischen Antiochia beschränken sich auf einige Teile der Stadtmauer, des Aquäduktes und der Katakomben. Allerdings soll die Sammlung der über 50 Mosaiken im städtischen archäologischen Museum zu den Besten der Welt gehören.
Die türkisch – syrische Grenze Allerdings war hierzu keine Zeit, da der nächste Bus nach Aleppo um 13:30 abfährt. Stattdessen lerne ich einige der Mitreisenden vorher kennen, die auch Deutsch sprechen. Zwei sind auf dem Weg zur health care Messe, ein anderer will seine Familie im Libanon besuchen und drei werden die nächste Zeit mit dem Aufbau einer Fabrik in Syrien beschäftigt sein. Bis zur Grenze sind es lediglich 30 min, aber dort müssen wir dann eine lange Weile warten. Zunächst eine knappe Stunde am türkischen Grenzposten und dann wieder eine gute weitere Stunde am syrischen check-point. Und nachdem wir dann endlich wieder losfahren, hält der Busfahrer sogleich hinter der Grenze an einer „Raststätte“ um eine Pause zu machen.
Ankunft in Halep / Aleppo Um 17:30 erreichen wir dann Halep (Aleppo). Fouad, ein Syrer, den ich über das Internet bei www.virtualtourist.com kennen gelernt habe, wartet schon eine Weile am Busbahnhof auf mich. Seine Familie besitzt einige Fabriken und eine davon, die Gardinen herstellt, wird von ihm geleitet. Mit seinem alten Benz fährt er mich eine erste Runde durch die Stadt und nachdem er mich in einer bekannten back-packer Absteiger einquartiert hat, lädt er mich zum Essen ein und beim Gespräch bekomme ich erste interessante Informationen zur syrischen Kultur und Gesellschaft aus erster Hand. Allerdings kann er nicht so lange bleiben, da er heute noch auf zwei Hochzeiten muss. Im Hotel lerne ich eine Handvoll Kroaten kennen, die z.T. auch ein wenig Arabisch sprechen, und mit ihnen und einer Griechin und Französin, die lange in China gelebt hat, geht es noch in ein Restaurant, so dass für den Rest des Abends noch ein recht bunter Haufen zusammen kommt. |
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