Das 1. Schulhalbjahr ist vorbei. Eine Woche frei. Und die Festtage des Großen Bairam (türkisch Büyük Bayram) bescheren uns eine weitere Woche. In Istanbul ist es nieselig und kalt, deutschem Schmuddelwetter nicht unähnlich. Michaela und ich entscheiden uns bei unserem nächsten Türkeierkundungsexkurs weit nach Süden zu fahren. So wählen wir den Antalya und die historischen Sehenswürdigkeiten an der sogenannten türkischen Riviera als ersten Anlaufspunkt. Abfahrt um 21:15 mit dem Bus vom Taksimplatz in Istanbul. Je dünner und maroder das Schienennetz in einem Land, desto besser das Busnetz. So auch in der Türkei. Lange Überlandstrecken werden meistens über Nacht zurückgelegt und viele hundert Buslinien versuchen entweder über den Preis oder den Service die Kunden zu ködern - in einem Land in dem nur 60 von 1.000 Einwohner über ein eigenes Auto verfügen. Wir fahren mit einem Luxuscoach der Firma VARAN, welche die einzige Buslinie sein soll, die noch keine schwerwiegenden Unfälle zu verbuchen hat. So durchqueren wir im Dunkeln das Land und bekommen von der Landschaft lediglich mit, dass der überwiegende Teil leicht mit Schnee bedeckt ist.
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