Geographie und Geschichte Die gehoert mit weiteren acht Inseln zu den Azoren, die in drei Inselgruppen zusammenliegen - zwei gehoeren zu den oestlichen, zwei zu den westlichen sowie Faial mit den vier restlichen zur mittleren Gruppe. Die Azoren befinden sich auf der Hoehe von Lissabon, ca. 760 Seemeilen in den Atlantik hinaus. 1427 lassen sich die Portugiesen auf der Insel nieder, die sie nach den dort vorkommenden Habichten Arcor benennen. Jedoch soll die Inselgruppe bereits auf genuesischen Seekarten aus dem Anfang des XIV. Jahrhunderts verzeichnet gewesen sein. Einige Forscher betrachten die Azoren als Reste des sagenhaften Atlantis. Die Azoren spielten fuer die Entdeckung Amerikas und die Umrundung Afrikas eine wichtige Rolle. Nicht nur andere Seemaechte interessierten sich fuer die Insel, sondern auch frz. maurische und tuerkische (!) Seeraeuber statteten den Inseln im XVI und XVII schon mal einen Besuch ab. Aber die Inseln blieben portugiesisch und gehoeren auch heute noch zu Portugal, was bedeutet das man sein Bier dort in Euros bezahlen kann, Aber seit 1978 geniessen die knapp 240.000 Einwohner den Status einer autonomen Region, der sich u.a. ausdrueckt durch ein eigenes Regionalparlament und die azorische Flagge - neun goldene Sterne ueber einem goldenen Habicht auf weiss-blauen Grund.
Landschaft Die Inseln sind definitiv etwas fuer Naturliebhaber. Das Klima ist moderat und die Temperaturen liegen das ganze Jahr herum zwischen 14 und 25Grad und somit lediglich zwei Grad unter bis drei Grad ueber der umgebenden Wassertemperatur des Atlantiks. Bei der Anfahrt der Inseln vulkanischen Ursprungs springen einem die verschiedenen satten und saftigen Gruentoene ins Auge, umrandet von den Blautoenen des sie umfliessenden Meeres, aufgelockert durch die verschiedenen Farben der vielen bluehenden Pflanzen und Hecken und dazwischen - wie Sommersprossen auf einer Kindernase - schwarz-weisse Tupfer von Holstein Kuehen. Auch die vielen Ruinen aus Naturstein, Zeugnisse der letzten Erdbeben, und die weissgetuenchten Haeuschen mit ihren rot gedeckten Daechern stoeren die Harmonie nicht. Gelegentlich strotzen noch die Ueberreste einer Windmuehle flaemischen Ursprungs dem Wetter. -
Einige schoene Tage auf Faial - Angekommen, angelegt und festgemacht, nach Sektempfang durch die anderen Boote und ersten zwei Bierchen im naechstbesten Lokal, geht es zum bekannten Peters Sport Cafe. Unter Yachties ein Begriff und sein Wahrzeichen - die Umrisse eines Wals - auf vielen T-Shirts und Hemden in den Marinas dieser Welt zu finden. Hier sitzen wir nun unter einer immer mehr anwachsenden Anzahl von sich betrinkenden skandinavischen Bootsbesatzungen. Eine schoene Abwechslung nach den ruhigen Tagen auf See. Als jedoch nach einer Weile das nordgermanische Stimmengewirr zu anstrengend wird, bin ich froh die Besatzung einer amerikanischen Luxusyacht, mit denen wir vor zwei Tagen ueber Funk gesprochen hatten, zu treffen und so ins Englische fluechten zu koennen. Auf Englisch bleibt dann auch der weitere Abend als ich ein irisches Besatzungsmitglied der SCHAMMROCK V kennenlerne.
Mit ihr verabrede ich mich auch fuer den naechsten Tag zum Abendessen und am darauffolgenden fahren wir zusammen mit einem Auto ueber die herrliche Insel. Ich glaube ich habe wohl 50-60 Dias geschossen von den Vulkankratern, Ruinen, Buchten, Menschen, Vegetation und Holstein Kuehen der Insel. Die naechsten zwei Tage hat Aiofe leider 24 Stunden Wacht auf kann nicht von Bord bevor sie nach Gibraltar und weiter nach Mallorca fahren. Hier wieder die Vor- und Nachteile des Reisens: Man lernt schnell nette Leute kennen, muss aber auch schnell wieder tschuess sagen. Die einzige Konstante ist die Veraenderung. Es wird aber auch hoechste Zeit auf dem eigenen Boot wieder Hand anzulegen, da die anderen bereits begonnen haben das Boot fuer die naechste Etappe klarzumachen. Dennoch endet man abends meist in Peter´s Cafe oder auf einem anderen Boot und hoert hierbei interessante Geschichten. So passierte es dem Boot des Norwegers Esboern, dass sie bei der Atlantikueberquerung eines Nachts einen schlafenden Wal rammten und so von sechs Knoten plötzlich zum Stillstand kamen. Zum Glueck hat das Boot keinen Schaden genommen und auch der Wal ist von dannen gezogen ohne die Belaestiger zu attakieren. Auch WILD LADY hatte das Glueck einen Wal wenige Meter von ihrem Boot auftauchen zu sehen.
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