Abfahrt ist wieder 8:30, bzw. Ein wenig spaeter. Mein durchtrainierter und eingefahrener Reisepartner ist immer puenktlich und scheltet mich fuer jede Minute die ich laenger brauche. Er hat ja Recht - aber auch die bessere Ausruestung. Dank Rueckenwind kommen wir gut voran und wir sind froh, dass uns jemand ein wenig die Berge, in die wir nun kommen, hinaufschiebt.Wir haben uns entschlossen nicht direkt ueber die Pyrenaeen zu fahren, sondern sie ueber die Kuestenstrecke zu umfahren. So strampeln wir im 1. Gang einen Pyrenaeenauslaeufer bis zu 200 m hinauf und rollen auf der anderen Seite wieder in eine Bucht hinab, dann geht es wieder hinauf und wieder hinab. Ueber die Aussichtsplattformen fegt der Wind mit Staerken bis zu 6 und 7. Zum Glueck nicht so heftig auf der Strasse. Die Strecke ist anstrengend, aber meist phantastisch schoen und so kommen wir auch durch einige niedliche Buchtdoerfer und -staedtchen wie z.B. Collioure oder Cerbère.
Mit der Erklimmung des Passes Coll de Belitres in 202 m Hoehe erreichen wir dann die frz.-span. Grenze. Auf beiden Seiten der Grenzen befinden sich grosse Verladebahnhoefe, da dass span. Schienennetz eine andere Spurweite aufweist. Auf dem Campingplatz von Colera treffen wir dann juengere Reisende der etwas anderen Art. Die zwei kommen aus HH, haben dort ihre nagelneuen Fahrraeder auf den nagelneuen Wagen geschnallt und diesen dann auf den Autoreisezug nach Narbonne gefahren. Dort haben sie ihn wieder hinuntergefahren, haben festgestellt, das ihnen die Gegend nicht gefaellt und sind nach Colera gefahren, haben dort die Fahrraeder abgeschnallt und festgestellt, das ihnen die Berge dort zum Radfahren zu hoch und anstrengend sind. Jetzt stehen die nagelneuen Fahrraeder neben dem nagelneuen Auto angekettet. Es lebe der Sport. Ungezuegelter Weinkonsum am Campingrestaurant runden den Abend ab.
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