Gegen 09:30 geht es wieder los. Noch schnell an der belgisch-französischen Grenze frühstücken und mit Proviant eindecken. Ich versuche weiter über kleine Strassen an dem Ufer der Meuse entlang zu fahren, komme jedoch schließlich an einem Kernkraftwerk raus. Ich versuche es zu umfahren, werde letztendlich jedoch wieder gezwungen auf die Bundesstrasse zurückzukehren. Zu allem Überfluss fängt es auch noch an zu nieseln. "Warum eigentlich mit dem Fahrrad" kommt dann gleich in den Sinn. Jedoch nach einer Stärkung im adretten Fumay und einer Wetterbesserung steigt auch gleich wieder die Stimmung und der Vorwärtsdrang. Etappenziel des heutigen Tages soll Rocroi werden.
Bei Rocroi handelt es sich um eine, unter Ludwig dem XVI, 1555, und unter dem berühmten Festungsbaumeister Vauban, 1675, erweiterte und gut erhaltene Zitadelle in Sternform. Keineswegs untypisch für Festungen, befindet sich auch Rocroi an einem geographischen Punkt, der eine gute Überblickung des Umlandes ermöglicht. Ein Umstand, den ich bei der Auswahl des Tageszieles zunächst gar nicht so bewusst bedacht hatte, der sich mir jedoch im Laufe des zunächst 5 km langen stetigen Anstieg im 1. und 2. Gang dann aber umso nachhaltiger einprägte. Nach einer Weile waren die Gelenke jedoch gut geschmiert und so konnte dann auch die waldreiche hügelige Ardennenlandschaft auf den folgenden 20 km bis Rocroi genossen werden: Auf dem empfehlenswerten Campingplatz innerhalb der Festungsmauern gab es nur wenige Camper und so verlief auch dieser Abend sehr ruhig und endete schon gegen 22:30.
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